Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 504 Bewertungen 769899x gelesen 14899x "Hilfreich" 14158x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 24.09.2015 2015-09-24| Aktualisiert am
22.05.2018
Besucht am 16.09.2015
Ende der 4. Etappe von Piesport nach Bernkastel Kues.......wirklich wahrhaft schauriges Wetter an diesem Mittwoch. Nach dem Besuch von Thomas Haag im Schloss Lieser nahmen wir den Bus nach Bernkastel Kues und kehrten nicht auf den Moselsteig zurück für die letzten Kilometer. Irgendwann ist man so durchnässt, dass man sich nur noch auf eine Dusche freut. Der Bus setzte uns direkt am Markt in Bernkastel ab, so dass wir nur noch ein paar 100 Meter zur Kallenfelsstraße hochlaufen mussten, um das Märchenhotel zu erreichen.
Und der Begriff Märchenhotel ist keine schlechte Wahl, Frau war hin und weg vom gestalterischen Konzept des Hotels. Jedes Zimmer hat einen Namen aus dem Grimm'schen Märchenbuch und ist sehr liebevoll eingerichtet. Gut das wir auf einer Wanderung waren, sonst hätte ich meine Frau aus dem Rosenblütentapeten-Himmelbett-rosa Bettwäsche Traum nicht mehr heraus bekommen. Aber selbst ich als nicht so leicht zu umgarnender Mann muss gestehen, dass ich wenige Hotels kenne, die so liebevoll eingerichtet sind, leider untersagt das Hotel die Veröffentlichung von Bildern des Inneren, somit empfehle ich einen Blick auf die HP, das Dargestellte entspricht der Realität. Ich freute mich mehr auf die angekündigte Küche von Inhaber Stefan Krebs.
Wir hatten einen Tisch im Restaurant serviert. Als wir kurz vorher vom Zimmer herab kamen, war unser Tisch nicht frei. Ein Regenschauer hatte Terrassengäste von draußen nach drinnen getrieben und uns den freien Tisch gekostet. Die Herrschaften waren aber am Ende Ihres Abendessens angelangt und der Service kredenzte uns für die Wartezeit einen Sekt aufs Haus. Rotkäppchen vielleicht, jedenfalls war er mir zu sec, vielleicht sogar zu demi sec......aber Frau mochte ihn. Ist ja das wichtigste!
Wir konnten nach 15 Minuten an unseren Tisch und wurden mit den Karten versorgt. Es gibt ein tagesaktuelles Menü, Märchenmenü genannt, und eine nicht zu umfangreiche Karte. Mit dem Gebotenen kann auch der anspruchsvollere Genießer glücklich werden. Die Karten können auf der HP eingesehen werden. Auch die Gestaltung der Karte steht ganz unter dem Motto Märchen.
Wir wählten beide die Vorspeise aus dem Menü vom 16.09.2015, geräuchertes Forellenfilet aus der Klosterfischerei Himmerod, serviert mit Apfel-Meerrettich-Sahne, Toast und hausgemachter Kräuterbutter. Die Forellenfilets kamen sehr mild auf den Teller. Mir, als selbst-räucherndem Hobbyangler, etwas zu mild gesalzen, ergo ich hätte sie länger in der Lauge gelassen. Aber sie waren gut gegart, mit gutem Raucharoma und topfrisch. Die begleitende Meerrettichsahne war nicht zu scharf, gut ergänzt durch die Säure der Äpfel. Eine schöne Vorspeise, so durfte es weiter gehen.
Zur Hauptspeise erwählte meine Frau:
Das verhexte Kalb
laut Karte: Kalbsbäckchen | Erbsen-Topinamburpüree | Brotdreiecke. Die besonders geschmacksintensiven und durchwachsenen Kalbsbäckchen werden über fünf Stunden bei niedriger Temperatur gegart. Als Grundlage für das Brotdreieck, dient bei uns ein Semmelknödelteig.
Ich habe nicht probiert, aber das Gesicht meiner Frau verriet absolute Zufriedenheit über das Gericht.
Ich bestellte mir:
Das Königsmahl
laut Karte: Rumpsteak vom Freesischen Rind 250 g | hausgemachte Rosmarin Pommes; Kräuterbutter | Blattsalat; „Freesisch Rind“ am Knochen auf den Punkt gereift. Der Reifeprozess erfolgt in geschlossenen Räumen bei optimaler Temperatur. So entsteht Premium-Qualität für hohe gastronomische Anforderungen.
Beim lesen hatte sich die Lust auf tierisches Eiweiß gemeldet und obwohl ich den Abend vorher schon ein Roastbeef verspeist hatte, wollte ich doch schauen, wie gut das Fleisch, wenn es schon aus der norddeutschen Heimat kommt, gereift war. Das Rumpsteak bestellte ich medium rare. Der georderte Zustand des servierten Steaks war allerfeinst genau getroffen. Zart gereift, auf den Punkt gegart, war es ein Genuss. Einzig die Jus, die in einem Spiegel um das Steak lag, war nicht so schön. Ein so gutes Stück Fleisch kriegt nur Salz und Pfeffer verabreicht, mehr braucht es nicht. Die Jus war gut, hätte es aber für mich nicht gebraucht. Gute Kräuterbutter, frische Pommes und ein guter Salat machten das Essen rund und ohne Tadel!
Und weil wir noch Hunger hatten bestellten wir uns als Dessert eine Käseauswahl:
Der Frieder und das Katherlieschen
Camembert de Normandie - Weißschimmelkäse aus der Normandie, hergestellt aus Rohmilch.
Morbier- Halbfester Schnittkäse mit der markanten Kräutertasche in der Mitte. Hergestellt wird er in der Region Franche-Comté aus Rohmilch.
Fourme d´Ambert - Edelschimmelkäse aus der Auvergne, hergestellt aus der Milch des Salers-Rinds.
Langres - Weichkäse mit Rotkultur aus der Region Campagne-Ardenne
Expoisses - Deftiger Käse mit gewaschener Rinde, hergestellt aus Kuhmilch.
Chabichou du Poitou - Weichkäse aus der Region Haut-Poitou, hergestellt in der charakteristischen Form eines konischen Stumpfes.
Reblochon AOP - Halbfester Schnittkäse aus der Region Savoyen.
Eifelfrischer „Natur“ Ziegenkäse vom Vulkanhof bei Gillenfeld.
Gouda mittelalt vom Demeter Hof, Breit bei Wittlich.
Quince cheese - Aus Zucker und Honig eingekochter Quittenmus.
Vine Nut - Ihren köstlichen herb-aromatischen, einmaligen Geschmack erlangen die grün geernteten Nüsse durch eine mehrtägige, aufwendige Verarbeitungsprozedur. Anschließend reifen sie mehrere Monate bis Jahre in einem gewürzten Weinlikörsirup.
Ich verweise auf das Foto der Käseplatte (ich hoffe, das Hotel bezieht Speisen nicht in das Veröffentlichungsverbot ein), die Platte war komplett ein Genuss. Ganz besonders die Vine Nut, das waren unreife Walnüsse! So noch nie gegessen, ein ganz neues Geschmackserlebnis.
Die Weinkarte ist ebenso gut sortiert wie die Speisenkarte. Es wird ein Pad gereicht und eine App hilft einem die angebotenen Weine zu selektieren. Wir entschieden uns für eine angebotene lokale trockene Rieslingspätlese von 2011, leider weiß ich den Winzer nicht mehr, für 29 EUR. Der Service musste uns leider mitteilen, dass dieser Wein nicht mehr verfügbar war. Und präsentierte eine etwas jüngere Alternative mit den Worten, so bekommen sie was ganz lokales, einen "Doctor". Die Lage Doctor ist eine GG Lage quasi direkt hinter dem Haus und die Weingüter Wegeler erzeugen daraus einen trockenen Riesling. Diese Alternative wurde gerne gewählt, und ebenso für 29 EUR abgerechnet! Danke dafür an den Chef. Ein sehr feiner Wein!
Zum Käse und zum Ausklang des Essens noch eine Flasche Barrique Spätburgunder vom Weingut FJ Regnery Jahrgang 2013 aus der Lage Klüsserather Brüderschaft! Noch ein ganz feiner Tropfen, ein sehr leckerer Spätburgunder.
Zwischenfazit Wein: ein sehr glückliche Hand bei der Auswahl, die uns seelig-freudig stimmte.
Der Service ist vom Fach und agierte über den Abend ohne Fehl und Tadel. Nachschenken, abrufen weiterer Gänge, fundiertes Wissen über Speisen und Getränke, alles in Ordnung. So macht es wirklich Spaß sich bedienen zu lassen.
Mit einem Espresso beendeten wir eines der besten Abendessen dieser Moselsteigwanderung. Absolute Empfehlung für Hotel und Restaurant. Wir kehren bei Gelegenheit sehr gerne wieder ein.
PS auch am Abend des Himmelfahrtstages 2018 (10.Mai) hat uns das Restaurant sehr gut bekocht. Weiterhin absolute Empfehlung.
Ende der 4. Etappe von Piesport nach Bernkastel Kues.......wirklich wahrhaft schauriges Wetter an diesem Mittwoch. Nach dem Besuch von Thomas Haag im Schloss Lieser nahmen wir den Bus nach Bernkastel Kues und kehrten nicht auf den Moselsteig zurück für die letzten Kilometer. Irgendwann ist man so durchnässt, dass man sich nur noch auf eine Dusche freut. Der Bus setzte uns direkt am Markt in Bernkastel ab, so dass wir nur noch ein paar 100 Meter zur Kallenfelsstraße hochlaufen mussten, um... mehr lesen
Gourmetrestaurant Anno 1640 im Märchenhotel
Gourmetrestaurant Anno 1640 im Märchenhotel€-€€€Restaurant, Weinstube, Hotel, Biergarten0653196550Kallenfelsstraße 27, 54470 Bernkastel-Kues
5.0 stars -
"Wahrhaft märchenhafter Aufenthalt....." Carsten1972Ende der 4. Etappe von Piesport nach Bernkastel Kues.......wirklich wahrhaft schauriges Wetter an diesem Mittwoch. Nach dem Besuch von Thomas Haag im Schloss Lieser nahmen wir den Bus nach Bernkastel Kues und kehrten nicht auf den Moselsteig zurück für die letzten Kilometer. Irgendwann ist man so durchnässt, dass man sich nur noch auf eine Dusche freut. Der Bus setzte uns direkt am Markt in Bernkastel ab, so dass wir nur noch ein paar 100 Meter zur Kallenfelsstraße hochlaufen mussten, um
Geschrieben am 22.09.2015 2015-09-22| Aktualisiert am
22.09.2015
Besucht am 14.09.2015
Die dritte Etappe auf dem Moselteig führte uns von Leiwen nach Piesport, bzw. in den Weinberg über Piesport. Dort liegt das Hotel Moselpanorama direkt am Moselteig und bietet einen unglaublichen Blick über die Piesporter Moselschleife. Zimmer, Terrasse und Restaurant erlauben einen großartigen Blick über die Weinberge dies- und jenseits der Mosel.
Meine Frau und ich bekamen ein Zimmer mit Balkon zum Weinberg und zur Mosel und entsprechendem Blick. Das war bei dem gerade einmal herrschenden Sonnenschein so schön, dass wir uns der Wanderschuhe entledigten, ein großes kühles Pils von unten holten und eine ganze Stunde auf dem Balkon das Leben genossen. Wieder fast 25 km auf und ab geschafft! Ab der dritten Steigung einer jeden Etappe lässt der Moselsteig einen jeden Schritt und jedes Kilo im Tourenrucksack spüren.......
Aber der Aufstieg zum Moselpanorama hatte sich, wie schon erwähnt, gelohnt. Wir hatten Hunger und gingen hinunter in die Gaststube um zu essen. Die Wirtin hatte uns einen Tisch direkt am Fenster serviert, siehe mein Foto, bei dem wir auch während des Essens den Moselblick genießen durften.
Die Karte offenbarte gutbürgerliche Küche mit regionalem Einschlag. Keine sonstigen Experimente aus diversen Regionen unserer Welt, das hatten wir ja schon die letzten zwei Tage. Die Weine kommen vom Ehemann, bzw. dem Familienweingut aus Piesport.
In der Weinkarte erweckte sofort eine trockene Riesling Spätlese Piesporter Goldtröpfchen von 2006 vom Weingut Josef seibel jr./Piesport mein Interesse. Ich mag alte reife Rieslinge...zum Glück auch meine Frau. Nur unsere Wirtin war sehr unsicher ob unserer Wahl. Ob wir das wirklich möchten, dass wäre ein Wein der sehr selten verlangt würde. Wir hatten schon gemerkt, der lokale Geschmack ging eher in Richtung jung, leicht, fruchtsüß oder halbtrocken.......was der deutsche Rentner bei seiner Busreise in Moseltal halt gerne so trinkt. Wir ließen uns nicht beirren und fanden unsere Vermutung bestätigt! Ein reifer, nachhaltiger Riesling mit sehr mineralischer Note und einer noch sehr präsenten Säure. Ein feiner Wein.
Dazu bestellten wir uns beide eine französische Zwiebelsuppe vorweg. Die Suppe war gut. Der Käse bedeckte krosse, getoastete Brotstücke. Darunter eine sehr dicke, fast Eintopfartige, Suppe. Ein leicht süßliches Aroma, mit einer guten Grundbouillion. Das konnte sich sehen lassen.
Zum Hauptgang für meine Frau ein Gulasch serviert mit Petersilienkartoffeln und Gemüse. Ein zart geschmortes Gulasch mit Pfifferlingen wurde serviert, dass Gulasch ließ keinen Grund zur Klage aufkommen. Ebenso die Beilagen nicht. Ich orderte mir ein Roastbeef aus der Karte. Natur, mit Kräuterbutter, begleitet von Pommes Frittes und einem Salat. Ich hatte medium bestellt, das Roastbeef lag etwas darüber, war aber noch erträglich. Die Pommes frisch, der Salat ebenso. Auch mein Hauptgang war eine ordentliche Arbeit der Küche.
Hinterher, der Wanderer darf ohne schlechtes Gewissen naschen und sein Depot wieder füllen, noch ein leckerer Crêpes. Serviert mit Vanilleeis, heißen Kirschen und Sahne ein guter Abschluss der Abendessens.
Das Ambiente ist typisch Landgasthof, ausreichend gemütlich. Der Service klappte gut und ließ keine Klage aufkommen. Es war an dem Abend ruhig und wir saßen noch etwas mit Vater (Koch) und Tochter (Service) zusammen und klönten über Weine, die Lage des Hotels und den Moselsteig....
Fazit: Ein gemütlicher Abend in einem Landgasthof, der gut macht, was er kann und nicht mehr sein möchte, als er ist! So kann man guten Gewissens einkehren. Empfehlung meinerseits für eine Einkehr., schon alleine um einmal die grandiose Sicht über das Moseltal zu genießen.
Die dritte Etappe auf dem Moselteig führte uns von Leiwen nach Piesport, bzw. in den Weinberg über Piesport. Dort liegt das Hotel Moselpanorama direkt am Moselteig und bietet einen unglaublichen Blick über die Piesporter Moselschleife. Zimmer, Terrasse und Restaurant erlauben einen großartigen Blick über die Weinberge dies- und jenseits der Mosel.
Meine Frau und ich bekamen ein Zimmer mit Balkon zum Weinberg und zur Mosel und entsprechendem Blick. Das war bei dem gerade einmal herrschenden Sonnenschein so schön, dass wir uns... mehr lesen
Restaurant im Hotel Moselpanorama am Moselsteig
Restaurant im Hotel Moselpanorama am Moselsteig€-€€€Restaurant, Weinstube, Biergarten065075130Am Berg, 54498 Piesport
4.0 stars -
"Diese Lage im Goldtröpfchen ist unbezahlbar...." Carsten1972Die dritte Etappe auf dem Moselteig führte uns von Leiwen nach Piesport, bzw. in den Weinberg über Piesport. Dort liegt das Hotel Moselpanorama direkt am Moselteig und bietet einen unglaublichen Blick über die Piesporter Moselschleife. Zimmer, Terrasse und Restaurant erlauben einen großartigen Blick über die Weinberge dies- und jenseits der Mosel.
Meine Frau und ich bekamen ein Zimmer mit Balkon zum Weinberg und zur Mosel und entsprechendem Blick. Das war bei dem gerade einmal herrschenden Sonnenschein so schön, dass wir uns
Geschrieben am 21.09.2015 2015-09-21| Aktualisiert am
21.09.2015
Besucht am 14.09.2015
Die zweite Moselteigetappe beendeten wir, von Schweich kommend, in Leiwen. Nachdem wir im Gästehaus/ Pension Alexanderhof (gute Zimmer für Wanderer) Quartier bezogen hatte, versorgte uns die Betreiberin Frau Feller auf Nachfrage mit Tipps für das Abendessen. Leider besteht am Montagabend nur die Möglichkeit in das Weinhaus Weis einzukehren, der Rest der gastronomischen Betriebe hat Ruhetag. Somit war die Wahl mangels Alternativen schnell getroffen.
Es ging ein paar 100 Meter ins Dorf hinab zur Mosel hin, dann kamen wir in der Römerstraße 10 an. Das Restaurant war gut besucht. Wo sollte man auch sonst hin? Auf der Terrasse war kein Platz mehr, und fast alle Tische innen belegt. Auf Nachfrage bekamen wir noch einen Tisch im Schankraum. Ich fühlte mich in die Lokale meiner Kindheit zurück versetzt, typisches Ambiente von Dorfgasthäusern aus den 70ern bot sich uns.
Die Karte bietet eine Mischung aus gutbürgerlich und italienischer Pizza und Pastaküche. Crossover schien unser Schicksal zu werden auf der Wanderung. Nun ja, lieber eine gut gemachte Pasta an der Mosel, als schlechte einheimische Küche. Und Pasta ist ja des Wanderes liebstes Essen!
Die Weinkarte machte glücklicher! Ein Grans-Fassian Riesling trocken Laurentiuslay GG 2012 stand für nicht zu widerstehende 29 EUR in der Karte! Schneller war nie VDP Wein gekauft.........
Was sollten wir essen? Als Vorspeise entschieden meine Frau und ich uns für Suppe. Meine Frau für eine Karotten-Ingwer-Suppe, die ihr gut gefiel. Ich wollte wissen, wie ernst der Koch seine italienischen Ambitionen nahm und bestellte die toskanische Tomatensuppe. Das Resultat war befriedigend. Warum muss man eine eigentlich auch so gut schmeckende Tomatensuppe unter Sahne verbergen (ich hatte vergessen anzumerken, diese weg zu lassen)? Die Suppe war frisch gemacht, hatte ein gutes Säure-Süße Spiel und auch der Basilikum fand sich wieder, als ich diese Sahnehaube entfernt hatte.
Wir blieben kulinarisch in Italien und bestellten als Hauptspeise zwei Pastagerichte al Forno. Für mich klassisch schlicht eine Lasagne, für meine Frau Combinatore, ergo 4 verschiedene Pastasorten mit Bolognesesauce im Ofen überbacken. Dazu ein Salatteller für uns beide zusammen als Beilage. Die Lasagne war ordentlich, das war nicht die schlechteste meines Lebens, auch meine Frau war zufrieden, konnte aber den Berg Pasta nicht bewältigen. Das ging auch einigen anderen Tischen neben uns so, es war einfach zu viel. Nur meine Lasagne war in einer Größe serviert, die vollständigen Verzehr zuließ.
Nach dem Hauptgang war ein Espresso unbedingt nötig.
Der Service beschränkte sich auf das servieren der Gerichte und Getränke, was aber in diesem Lokal nicht anders zu erwarten ist.
Eigentlich eine Wiederholung unseres Restaurantbesuches einen Abend zuvor in Leiwen, ordentliches Essen, aber nichts, weswegen man unbedingt wiederkommen möchte. Die servierte Qualität liegt auf dem Durchschnitt. Der Wein allerdings blieb nachhaltig im Gedächtnis. Das war ein unschlagbares PLV. Das Foto mit den Weinpreisen werde ich einigen Gastronomen hier im Münsterland vorlegen, deren GG nicht unter 60 EUR pro Flasche beginnen.
Fazit, kann man besuchen, wenn keine andere Alternative verfügbar ist.
Die zweite Moselteigetappe beendeten wir, von Schweich kommend, in Leiwen. Nachdem wir im Gästehaus/ Pension Alexanderhof (gute Zimmer für Wanderer) Quartier bezogen hatte, versorgte uns die Betreiberin Frau Feller auf Nachfrage mit Tipps für das Abendessen. Leider besteht am Montagabend nur die Möglichkeit in das Weinhaus Weis einzukehren, der Rest der gastronomischen Betriebe hat Ruhetag. Somit war die Wahl mangels Alternativen schnell getroffen.
Es ging ein paar 100 Meter ins Dorf hinab zur Mosel hin, dann kamen wir in der Römerstraße 10 an. Das Restaurant... mehr lesen
3.0 stars -
"Die einzige Alternative an einem Montag........" Carsten1972Die zweite Moselteigetappe beendeten wir, von Schweich kommend, in Leiwen. Nachdem wir im Gästehaus/ Pension Alexanderhof (gute Zimmer für Wanderer) Quartier bezogen hatte, versorgte uns die Betreiberin Frau Feller auf Nachfrage mit Tipps für das Abendessen. Leider besteht am Montagabend nur die Möglichkeit in das Weinhaus Weis einzukehren, der Rest der gastronomischen Betriebe hat Ruhetag. Somit war die Wahl mangels Alternativen schnell getroffen.
Es ging ein paar 100 Meter ins Dorf hinab zur Mosel hin, dann kamen wir in der Römerstraße 10 an. Das Restaurant
Geschrieben am 21.09.2015 2015-09-21| Aktualisiert am
21.09.2015
Besucht am 13.09.2015
Nach der ersten Etappe auf dem Moselsteig von Trier kommend hatten wir in Schweich ein Zimmer gebucht, im Hotel Schweicher Hof. Wie noch öfter die kommende Woche kamen wir im Regen an und entsprechend durchnässt. Das Hotel liegt direkt am Moselsteig, der hier den Ort durchquert. Perfekt gelegen für eine Einkehr von Moselsteigwanderern.
Das Hotel präsentiert sich groß, gepflegt und mit einer sehr auffällig gestalteten Außenterrasse. Auch die Zimmer sind in einem ordentlichen Zustand. In unserem Zimmer war das Bad sehr ansprechend renoviert. Die Übernachtung war Ihren Preis wert.
Abends ließ es der zunehmende Sonnenschein zu, draußen auf der Terrasse zu speisen. Die Küche des Schweicher Hofs ist ein wilder Mix aus allen möglichen Küchen. Pizza, Pasta, Burger, Gutbürgerlich, Tapas, alles findet seinen Platz in der Karte. Wenn das man gut geht, denkt sich der norddeutsche Wanderer auf dem Moselsteig und war etwas skeptisch ob der Vielfalt des Gebotenen.
Nichts destotrotz wurde ein trockener Roséwein bestellt und die Karte studiert. Nach einer langen Etappe hat man Hunger! Der Service servierte Baguettescheiben mit einem Kräuterdipp als Gruß der Küche und wir wählten unsere Speisen aus.
Zur Vorspeise bestellten wir "original" spanische Tapas
eingelegte Artischocken
eingelegte Oliven
kleine Frikadellen gefüllt mit Zwetschgen
eingelegte, gebackene Auberginenscheiben
Nicht gerade eine moselländisch angehauchte Vorspeisenwahl, aber wir beide mögen gerne Tapas. Die vier verschiedenen Tapas waren ordentlich bis gut. Die Oliven ordentliche Qualität, Auberginen und Artischocken gut gegart, dann schmackhaft in Kräuteröl mariniert. Gut die Frikadellen mit einer Zwetschgenmusfüllung. Ungewöhnliche Kombination, die aber sehr mundete. Ein relativ ordentlicher Start ins Abendessen.
Bei den Hauptgängen schwenkten wir radikal um, auf gutbürgerlich! Als Tagesessen waren auf Tafeln Rouladen und Sauerbraten angeboten. Wir ließen uns verleiten und orderten entsprechend. Von Spanien an Großmutters Sonntagstafel....das ist auch mal eine Reise!
Meine Frau hatte sich für den Sauerbraten entschieden. Gut geschmorter Rinderbraten wurde serviert. Leicht säuerlich, sie war zufrieden mit dem Braten, die Sauce war einen Tick zu fest abgebunden, der Koch hatte zu viel Bindemittel in die Sauce gegeben, geschmacklich okay, aber die Konsistenz nicht mehr angenehm. Meine Rouladen waren auch gut geschmort, die Füllung war nicht so meines. Oma machte immer Gurke, Senf, Speck und Zwiebel in die Roulade, so mag es der Norddeutsche. Diese Rouladen waren mit einer Art Farce gefüllt aus Schinken (zu mager) und Gurken und Zwiebeln. Das war nicht so meines, allerdings waren auch die Rouladen ohne Tadel geschmort und zart. Die Beilagen waren bei beiden Gerichten gleich, Rotkohl und Spätzle. Der Rotkohl war gut, hausgemacht, weil mit einer sehr speziellen Geschmacksnote, die ich aber nicht festmachen konnte. Die Spätzle kamen aus der Tüte, meinte die Schwäbin (meine Frau).
Ich ließ mich noch zu einer Crème brûlée verführen. Die Crème war okay, aber zu brûlée, will sagen, der Zucker war teilweise über karamellisiert hinaus und zu dunkel und damit zu bitter geworden. Nicht so gut. Meine Frau beließ bei einem Espresso.
Der Service war über den Abend okay, es gab keine großen Patzer. Das Restaurant war aber auch nicht so voll, dass es Problem hätte geben können. Nachschenken erwarten wir in dieser Kategorie auch nicht.
Das Ambiente ganz angenehm, ein paar Fotos habe ich direkt in den Hotelaccount geladen.
Am nächsten Morgen ein durchschnittliches Hotelfrühstück.
Fazit: kein Abendessen was im Gedächtnis bleibt, weder im positiven noch im negativen Sinne, es war okay und den Preis von ca. 70 EUR wert.
Nach der ersten Etappe auf dem Moselsteig von Trier kommend hatten wir in Schweich ein Zimmer gebucht, im Hotel Schweicher Hof. Wie noch öfter die kommende Woche kamen wir im Regen an und entsprechend durchnässt. Das Hotel liegt direkt am Moselsteig, der hier den Ort durchquert. Perfekt gelegen für eine Einkehr von Moselsteigwanderern.
Das Hotel präsentiert sich groß, gepflegt und mit einer sehr auffällig gestalteten Außenterrasse. Auch die Zimmer sind in einem ordentlichen Zustand. In unserem Zimmer war das Bad sehr ansprechend renoviert. Die Übernachtung war... mehr lesen
3.0 stars -
"Solide Küche....." Carsten1972Nach der ersten Etappe auf dem Moselsteig von Trier kommend hatten wir in Schweich ein Zimmer gebucht, im Hotel Schweicher Hof. Wie noch öfter die kommende Woche kamen wir im Regen an und entsprechend durchnässt. Das Hotel liegt direkt am Moselsteig, der hier den Ort durchquert. Perfekt gelegen für eine Einkehr von Moselsteigwanderern.
Das Hotel präsentiert sich groß, gepflegt und mit einer sehr auffällig gestalteten Außenterrasse. Auch die Zimmer sind in einem ordentlichen Zustand. In unserem Zimmer war das Bad sehr ansprechend renoviert. Die Übernachtung war
Auftakt unserer Moselsteigwanderung war Trier. Wir kamen am Nachmittag mit dem Zug an und checkten als Erstes in unser Hotel an der Porta Nigra ein. Vom Rucksack entledigt machten wir uns auf, Trier zu erkunden. Für 19:00 Uhr hatten wir einen Tisch in der Brasserie Trier reserviert, ohne Probleme vorab per Mail von zu Hause aus. Die Brasserie kannten wir schon, im Mai 2013 hatten wir den Ausoniusweg von Bingen nach Trier erwandert und schlossen diese Wanderung mit einem spontanen Besuch in der Brasserie Trier ab. Dieser war in so guter Erinnerung geblieben, dass ich mich daran erinnerte, als ich für den Abend ein Restaurant suchte, in dass ich meine Frau zum Geburtstag einladen wollte.
Die Brasserie liegt mitten in der Stadt an der Fleischstraße. Man betritt sie durch einen überdachten und abgegrenzten Außenbereich. Die Ausstattung ist sehr klassisch gehalten. Gediegenes Ambiente empfängt einen. Eine Dame vom Serviceteam empfing uns, und leitete uns zu einem Tisch. Dort die erste schöne Überraschung, der Tisch war für den Geburtstag meiner Frau festlich eingedeckt. Man hatte den Grund meiner Reservierung, er stand in der Mail, nicht überlesen. Sehr erfreulich.
Die Frage nach einem Apperitive beantwortete ich mit der Bitte um zwei Glas Champagner. Serviert wurde ein gut temperierter Ruinard. Mit diesem Glas in der Hand studierten wir die Karte. Klassisch französische und regionale Gerichte wurden angeboten, man kann die Karte auf der HP einsehen. Hinzu kamen ein paar Tagesempfehlungen niedergeschrieben auf Tafeln im ganzen Restaurant.
Mit dem Champagner kam frisches Baguette, serviert in einer Papiertüte, mit einem Sahnequarkdip. Die für unseren Tisch zuständige Kellnerin ließ uns ein wenig Zeit und erfragte dann unsere Auswahl.
Folgende Speisen sollten es werden:
Vorspeise:
Eine getrüffelte Blumenkohlsuppe für meine Frau
Für mich ein Tartar vom Rinderfilet
Die Blumenkohlsuppe meiner Frau war geruchlich äußerst verlockend, frisch über die Suppe gehobelter Sommertrüffel verbreitete sein verlockendes Aroma. Ich durfte kosten, die Suppe kam daher mit einem ausgeprägten Blumenkohlaroma, sehr sämig abgebunden, wäre sie auch ohne Trüffel geschmacklich gut gewesen, mit dem Trüffel wurde daraus eine sehr edle Vorspeise. Mein Tartar kam pikant abgeschmeckt, mit Gurken verarbeitet auf den Tisch. Ein frischer Geschmack durch eine exzellente Fleischqualität machte es zu einem Genuss, auch wenn ich es persönlich bei einem so guten Fleisch sehr viel weniger pikant abgeschmeckt hätte. Zusammen mit dem Bauernbrot ein sehr ordentliches Gericht!
Hauptspeise:
Pochierter Kabeljau für meine Frau
Perlhuhnbrust für mich
Der Kabeljau meiner Frau war hervorragend, auch hier durfte ich naschen, gerade beim pochieren wird dieser Fisch richtig schmackhaft. In Kombination mit Senfschaum, gebratenen Kräuterseitlingen, Puy Linsen und kleinen Kartoffeln ein extrem gutes Kabeljaugericht. Ich hatte mich für eine Perlhuhnbrust entschieden. Auf der Haut knusprig gebraten, war sie gefüllt mit einer Farce aus Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Thymian. Perfekt gegart, saftig, und durch die Farce im Geschmack sehr gut ergänzt. Dazu ein klassisches Risotto, auch hier perfekt zubereitet, genau al dente, der Reis mit einem Rest von Biss. Lecker!
Dessert:
Grießflammerie für meine Frau
Ein Schokoladenpudding für mich
Das Grießflammerie meiner Frau wurde mit einem Zwetschgensugo serviert, optisch ein Leckerbissen. Ich bin Grieß nicht so zugetan, meiner Frau schmeckte es sehr gut. Ich schaffte es tatsächlich, in einem französischen Restaurant keine Creme Brulee zu bestellen. Stattdessen wollte ich den hausgemachten (weltbesten laut Karte) Schokoladenpudding probieren. Ich wurde nicht enttäuscht, dass war ein hervorragender Schokopudding. Sehr dunkle Schokolade ließ ihn eher herb denn süß schmecken, dass wurde ergänzt durch mit in den Pudding verarbeitete Sauerkirschen und eine Sahnehaube. Bien!
Neben dem Champagner begleiteten uns zwei Weine durch den Abend:
Eine Riesling Spätlese trocken SL vom VDP Weingut Schloss Lieser / Thomas Haag, einer der besten Weine der Mosel Wanderwoche, auch in der Konkurrenz zu einigen ersten und großen Lagen, die wir noch trinken würden. Wir haben Schloss Lieser in der Wanderwoche noch besucht.
Zu den Desserts ein fruchtsüßer Riesling auf Empfehlung des Hauses von einem Trierer Weingut, Namen weiß ich leider nicht mehr.
Ein besonderes Lob gebührt dem Serviceteam, es war wirklich voll an diesem Samstagabend, alle Servicekräfte hatten ununterbrochen zu tun, trotzdem hatte die Kellnerin, die für unseren Tisch zuständig war, immer ein Auge auf uns. Nachschenken, servieren, abräumen, neu eindecken, in keiner Phase des Abends kam ein Problem auf! Chapeau, das war wirklich ein gute Leistung.
Fazit:
wir haben und extrem wohlgefühlt, eine uneingeschränkte Empfehlung für die Brasserie Trier von unserer Seite. Ich nehme es vorweg, wir hatten in der Wanderwoche ein paar schöne Restaurantbesuche, aber dieser war einer, wenn nicht der Beste der Woche! Für gute 130 EUR ein sehr schöner Abend!
Auftakt unserer Moselsteigwanderung war Trier. Wir kamen am Nachmittag mit dem Zug an und checkten als Erstes in unser Hotel an der Porta Nigra ein. Vom Rucksack entledigt machten wir uns auf, Trier zu erkunden. Für 19:00 Uhr hatten wir einen Tisch in der Brasserie Trier reserviert, ohne Probleme vorab per Mail von zu Hause aus. Die Brasserie kannten wir schon, im Mai 2013 hatten wir den Ausoniusweg von Bingen nach Trier erwandert und schlossen diese Wanderung mit einem spontanen... mehr lesen
4.5 stars -
"Was 2013 gut war, ist auch 2015 gut!" Carsten1972Auftakt unserer Moselsteigwanderung war Trier. Wir kamen am Nachmittag mit dem Zug an und checkten als Erstes in unser Hotel an der Porta Nigra ein. Vom Rucksack entledigt machten wir uns auf, Trier zu erkunden. Für 19:00 Uhr hatten wir einen Tisch in der Brasserie Trier reserviert, ohne Probleme vorab per Mail von zu Hause aus. Die Brasserie kannten wir schon, im Mai 2013 hatten wir den Ausoniusweg von Bingen nach Trier erwandert und schlossen diese Wanderung mit einem spontanen
Wir hatten es geschafft, 120 km in fünfeinhalb Etappen von Trier nach Traben-Trarbach. Angefüllt mit etlichen wunderschönen Ausblicken, manch schweißtreibender Steigung, etlichen Flaschen zumeist sehr guter Moselweine und vielen neuen Eindrücken.
Gegen 14 Uhr erreichten wir den Endpunkt unserer diesjährigen Herbstwanderung, die Brücke zwischen Traben und Trarbach. Bis zur Abfahrt unseres Zuges zurück ins heimische Münsterland hatten wir noch Zeit etwas zu Essen, zurück in Rheine wäre es dafür zu spät geworden. Von der Brücke blickten wir Stromabwärts und erspähten verschiedene Gastronomiebetriebe. Die Küche der ersten Zieles, des neuen Moselschlösschen hatte schon geschlossen und verwies auf den eigenen Pavillon am Ufer mit Zwiebelkuchen. Den hatten wir aber in den letzten Tagen genug gegessen, uns stand der Sinn nach einem ordentlichen Mittagessen.
Also weiter die Uferpromenade hinab bis hin zum Hotel Bellevue. Dort erspähten wir die Karte des Hotelrestaurants mit dem Hinweis auf eine kleine "Übertagskarte". Wir waren ein wenig unsicher, ob das Hotelrestaurant uns auch nach schweren 120 km und entsprechend nicht mehr ganz perfekt gesellschaftsfähigen Aussehen bewirten würde. Unsere Frage nach einem Platz auf der Terrasse, drinnen hätten wir angesichts des gehobenen Ambientes nicht gegessen, wurde aber positiv und sehr zuvorkommend freundlich (selbstverständlich dürfen sie bei uns essen......) beantwortet.
So nahmen wir auf der zur Mosel gelegenen Terrasse Platz und erfreuten uns an diesem Jugendstilbau in allen seinen Facetten. Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, auch wenn nur Terrassengast ist, das Haus innen und außen anzuschauen. Ich habe noch nie einen prachtvolleren Jugendstilbau in meinem Leben gesehen! Einige der Tischlampen innen hätte ich gerne mitnehmen wollen! Auch meine Frau war hin und weg....
Der hervorragend ausgebildete Service deckte in Handschuhen den Tisch ein und überreichte uns die kleine Nachmittagskarte. Eine Flasche Wasser und zwei Gläser trockener Riesling (Peter Kallfelz Hochgewächs) waren schnell bestellt.
Die kleine Karte lässt sich auf der HP des Hotels einsehen, wir bestellten aus ihr:
Vorspeise:
Herzhafte Moselländische Marmitschessuppe (Kalbfleisch, Paprika, Zwiebel, Kraut) Saure Sahne € 7
Consommé vom Rind Kräuterflädle, Gemüse € 7
Beide Suppen waren gut zubereitet, Madame war als gebürtige Schwäbin froh, endlich mal wieder eine gute Flädlessupp kosten zu dürfen. Meine Marmitschessuppe (ich kann das nur tippen, nicht aussprechen) erinnerte ein wenig an die Gulaschsuppen meiner Oma in Kindheitstagen, sehr deftig, würzig, aber nach 120 km in den Beinen genau das richtige, es war lecker.
Als Hauptgang:
Gesottene Rinderzunge Rieslingsauce, Petersilienkartoffeln € 16
Gebratene Scheiben vom Serviettenknödel auf Pilzrahmsauce € 14
Madame ließ sich ihre Knödel schmecken und hatte an Geschmack und Zubereitung nichts auszusetzen. Ich hatte nach 6 Tagen Moselküche mal Lust auf was Besonderes und orderte die Zunge, auch wieder eine Erinnerung an Kindheitstage, wenn Zunge nach den Schlachttagen serviert wurde. Eine wunderbar zart gekochte Zunge in ca. 1 cm dicken Scheiben wurde serviert, die säuerliche Rieslingsuppe passte hervorragend. Dieses Gericht war ein wertiger Abschluss unserer Wanderung an der Mosel.
Zwei Espresso bildeten den Abschluss. Wir überlegen bereits jetzt, die Wanderung ab Traben-Trarbach fortzusetzen und fragten nach, ob das Hotel Bellevue auch Wanderer einkehren lässt für eine Nacht. Das wurde bejaht und fest steht, wenn wir den Moselsteig weiter wandern, wird das Hotel Bellevue unser Ausgangspunkt sein. Auch auf einer Wanderung ist gehobene Gastronomie immer wieder eine Freude!
Wir hatten es geschafft, 120 km in fünfeinhalb Etappen von Trier nach Traben-Trarbach. Angefüllt mit etlichen wunderschönen Ausblicken, manch schweißtreibender Steigung, etlichen Flaschen zumeist sehr guter Moselweine und vielen neuen Eindrücken.
Gegen 14 Uhr erreichten wir den Endpunkt unserer diesjährigen Herbstwanderung, die Brücke zwischen Traben und Trarbach. Bis zur Abfahrt unseres Zuges zurück ins heimische Münsterland hatten wir noch Zeit etwas zu Essen, zurück in Rheine wäre es dafür zu spät geworden. Von der Brücke blickten wir Stromabwärts und erspähten verschiedene... mehr lesen
Belle Epoque · Romantik Jugendstilhotel Bellevue
Belle Epoque · Romantik Jugendstilhotel Bellevue€-€€€Restaurant, Hotel065417030An der Mosel 11, 56841 Traben-Trarbach
4.5 stars -
"Gehobene Gastronomie am Moselufer....." Carsten1972Wir hatten es geschafft, 120 km in fünfeinhalb Etappen von Trier nach Traben-Trarbach. Angefüllt mit etlichen wunderschönen Ausblicken, manch schweißtreibender Steigung, etlichen Flaschen zumeist sehr guter Moselweine und vielen neuen Eindrücken.
Gegen 14 Uhr erreichten wir den Endpunkt unserer diesjährigen Herbstwanderung, die Brücke zwischen Traben und Trarbach. Bis zur Abfahrt unseres Zuges zurück ins heimische Münsterland hatten wir noch Zeit etwas zu Essen, zurück in Rheine wäre es dafür zu spät geworden. Von der Brücke blickten wir Stromabwärts und erspähten verschiedene
Geschrieben am 20.09.2015 2015-09-20| Aktualisiert am
20.09.2015
Auf der letzten Etappe unserer Moselsteigwanderung kurz vor dem Ziel in Traben-Trarbach sahen wir Hinweisschilder auf die Vinothek Royal des WG Trossen am Steig und beschlossen kurz vor dem Ende unserer Wanderung noch eine Einkehr ins Weingut Trossen.
Wir fanden einen Platz im Sonnenschein auf der Terrasse und genossen die Wärme, die uns in den vorherigen Etappen doch so sehr gefehlt hatte. Die Karte offenbarte die üblichen Straußwirtschaftgerichte. Wir wollten Weine probieren und bestellten uns dazu das hausgemachte Knäckebrot mit Kräuterdipp und Gurke. Das stellte sich als wohlschmeckender Begleiter zu den Weinen heraus.
Das WG Trossen fährt eine Linie mit Fokus auf höchste Qualität in der Weinerzeugung. Wir kosteten einen äußerst überzeugenden 2014er Rickelsberg Riesling im Barrique ausgebaut, der, obwohl noch sehr jung, schon überzeugend daherkam, auch wenn er gerne noch mindestens ein Jahr in den Keller darf. Noch nachhaltiger im Geschmack ein Rickelsberg Riesling 2011 Trabener Würzgarten Auslese, einer der besten fruchtsüßen Rielsinge, die ich bisher gekostet habe. Das WG Trossen bleibt in Hinsicht auf unseren privaten Keller im Fokus.
Schöne Einkehr, auf jeden Fall die Rieslinge probieren.
Auf der letzten Etappe unserer Moselsteigwanderung kurz vor dem Ziel in Traben-Trarbach sahen wir Hinweisschilder auf die Vinothek Royal des WG Trossen am Steig und beschlossen kurz vor dem Ende unserer Wanderung noch eine Einkehr ins Weingut Trossen.
Wir fanden einen Platz im Sonnenschein auf der Terrasse und genossen die Wärme, die uns in den vorherigen Etappen doch so sehr gefehlt hatte. Die Karte offenbarte die üblichen Straußwirtschaftgerichte. Wir wollten Weine probieren und bestellten uns dazu das hausgemachte Knäckebrot mit Kräuterdipp... mehr lesen
4.0 stars -
"Beeindruckende Weine in der Straußwirtschaft" Carsten1972Auf der letzten Etappe unserer Moselsteigwanderung kurz vor dem Ziel in Traben-Trarbach sahen wir Hinweisschilder auf die Vinothek Royal des WG Trossen am Steig und beschlossen kurz vor dem Ende unserer Wanderung noch eine Einkehr ins Weingut Trossen.
Wir fanden einen Platz im Sonnenschein auf der Terrasse und genossen die Wärme, die uns in den vorherigen Etappen doch so sehr gefehlt hatte. Die Karte offenbarte die üblichen Straußwirtschaftgerichte. Wir wollten Weine probieren und bestellten uns dazu das hausgemachte Knäckebrot mit Kräuterdipp
Geschrieben am 20.09.2015 2015-09-20| Aktualisiert am
20.09.2015
und am Tower des Flugplatzes Traben-Trarbach. Wir wollten unsere durstigen Wandererkehlen befrieden und kehrten auf ein Pils ein. Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch mit den Betreibern über das Wandern und den Moselwein. Die Betreiber haben ein kleines Weingut und eine nicht so kleine Lohnbrennerei, sie betreiben die Flugplazgaststätte aus Freude an der Gastronomie nebenbei. Sämtliche Kuchen werden selbstgebacken, eine kleine Vesperkarte wird aus regionalen und saisonalen Angeboten zusammengestellt. Ergänzt durch die eigenen Weine und Brände.....so stellt man sich die Jause vor! Ein äußerst angenehmer Besuch!
und am Tower des Flugplatzes Traben-Trarbach. Wir wollten unsere durstigen Wandererkehlen befrieden und kehrten auf ein Pils ein. Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch mit den Betreibern über das Wandern und den Moselwein. Die Betreiber haben ein kleines Weingut und eine nicht so kleine Lohnbrennerei, sie betreiben die Flugplazgaststätte aus Freude an der Gastronomie nebenbei. Sämtliche Kuchen werden selbstgebacken, eine kleine Vesperkarte wird aus regionalen und saisonalen Angeboten zusammengestellt. Ergänzt durch die eigenen Weine und Brände.....so stellt man sich die Jause vor! Ein äußerst angenehmer Besuch!
4.0 stars -
"Direkt am Moselsteig" Carsten1972und am Tower des Flugplatzes Traben-Trarbach. Wir wollten unsere durstigen Wandererkehlen befrieden und kehrten auf ein Pils ein. Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch mit den Betreibern über das Wandern und den Moselwein. Die Betreiber haben ein kleines Weingut und eine nicht so kleine Lohnbrennerei, sie betreiben die Flugplazgaststätte aus Freude an der Gastronomie nebenbei. Sämtliche Kuchen werden selbstgebacken, eine kleine Vesperkarte wird aus regionalen und saisonalen Angeboten zusammengestellt. Ergänzt durch die eigenen Weine und Brände.....so stellt man sich die
MItten in Neumagen-Dhron direkt am Römerschiff gelegen.
Üppige Kuchenauswahl.
Gute Flammkuchen
Uriges Ambiente im Gastraum
MItten in Neumagen-Dhron direkt am Römerschiff gelegen.
Üppige Kuchenauswahl.
Gute Flammkuchen
Uriges Ambiente im Gastraum
Cafe am Römerweinschiff
Cafe am Römerweinschiff€-€€€Restaurant, Cafe065072188Römerstraße 123, 54347 Neumagen-Dhron
4.0 stars -
"Gute Flammkuchen" Carsten1972MItten in Neumagen-Dhron direkt am Römerschiff gelegen.
Üppige Kuchenauswahl.
Gute Flammkuchen
Uriges Ambiente im Gastraum
Unterwegs auf dem Moselsteig, unserer persönlichen zweiten Etappe von Schweich nach Leiwen, suchten wir in Mehring eine Einkehr zum Mittagessen. Kurz vor der Moselbrücke verließen wir den Steig und richteten unsere Schritte an die Moselpromenade von Mehring, in der Hoffnung, dort ein geöffnetes Gasthaus mit Terrasse zu finden. Als durchgeschwitzter Wanderer mit sitzt man lieber draußen......
Wir wurden nicht enttäuscht, wir fanden das Restaurant zum Fährturm geöffnet vor, mit einer schönen Terrasse zur Mosel hin. Zwar war zwischen Terrasse und Mosel noch eine größere Straße gelegen, trotzdem ließ es sich angenehm auf der Terrasse sitzen.
Schnell war ein Pils bestellt und wir warfen die Blicke auf die Pfifferlings-Tageskarte. Die feste Karte offenbarte gutbürgerliche Küche, die war uns für eine mittägliche Wanderereinkehr zu schwer. Aber auf der Tageskarte wurden wir fündig.
Für meine Frau eine Portion Rührei mit gebratenen Pfifferlingen und Salat. Sie äußerte sich zufrieden mit dem servierten.
Ich bestellte mir einen Kräuterpfannkuchen gefüllt mit gebratenen Pfifferlingen, ebenso mit einer Salatbeilage serviert. Auch hier ein schmackhaftes und gut zubereitetes Gericht. Auch ich war zufrieden.
Dazu Mehringer Rivaner und Weißburgunder, je ein Viertel. Und nach dem Essen ein Espresso.
Der Service war anständig und freundlich und die Bitte nach auffüllen unserer Wasserflaschen für die weitere Wanderung führte in eine angeregte Unterhaltung über unsere Wanderung.
Fazit: eine schöne und angenehme mittägliche Einkehr in ein grundgutes Gasthaus. Empfehlenswert nicht nur für Wanderer. Der gutbürgerliche Anspruch wird gut erfüllt. Mit insgesamt 45 EUR ein gutes PLV.
Unterwegs auf dem Moselsteig, unserer persönlichen zweiten Etappe von Schweich nach Leiwen, suchten wir in Mehring eine Einkehr zum Mittagessen. Kurz vor der Moselbrücke verließen wir den Steig und richteten unsere Schritte an die Moselpromenade von Mehring, in der Hoffnung, dort ein geöffnetes Gasthaus mit Terrasse zu finden. Als durchgeschwitzter Wanderer mit sitzt man lieber draußen......
Wir wurden nicht enttäuscht, wir fanden das Restaurant zum Fährturm geöffnet vor, mit einer schönen Terrasse zur Mosel hin. Zwar war zwischen Terrasse und Mosel... mehr lesen
Hotel und Restaurant zum Fährturm
Hotel und Restaurant zum Fährturm€-€€€Restaurant, Hotel06502-2403Peter-Schröder-Platz 2, 54346 Mehring
4.0 stars -
"Angenehme mittagliche Einkehr (kurzer Lunchbericht)" Carsten1972Unterwegs auf dem Moselsteig, unserer persönlichen zweiten Etappe von Schweich nach Leiwen, suchten wir in Mehring eine Einkehr zum Mittagessen. Kurz vor der Moselbrücke verließen wir den Steig und richteten unsere Schritte an die Moselpromenade von Mehring, in der Hoffnung, dort ein geöffnetes Gasthaus mit Terrasse zu finden. Als durchgeschwitzter Wanderer mit sitzt man lieber draußen......
Wir wurden nicht enttäuscht, wir fanden das Restaurant zum Fährturm geöffnet vor, mit einer schönen Terrasse zur Mosel hin. Zwar war zwischen Terrasse und Mosel
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Und der Begriff Märchenhotel ist keine schlechte Wahl, Frau war hin und weg vom gestalterischen Konzept des Hotels. Jedes Zimmer hat einen Namen aus dem Grimm'schen Märchenbuch und ist sehr liebevoll eingerichtet. Gut das wir auf einer Wanderung waren, sonst hätte ich meine Frau aus dem Rosenblütentapeten-Himmelbett-rosa Bettwäsche Traum nicht mehr heraus bekommen. Aber selbst ich als nicht so leicht zu umgarnender Mann muss gestehen, dass ich wenige Hotels kenne, die so liebevoll eingerichtet sind, leider untersagt das Hotel die Veröffentlichung von Bildern des Inneren, somit empfehle ich einen Blick auf die HP, das Dargestellte entspricht der Realität. Ich freute mich mehr auf die angekündigte Küche von Inhaber Stefan Krebs.
Wir hatten einen Tisch im Restaurant serviert. Als wir kurz vorher vom Zimmer herab kamen, war unser Tisch nicht frei. Ein Regenschauer hatte Terrassengäste von draußen nach drinnen getrieben und uns den freien Tisch gekostet. Die Herrschaften waren aber am Ende Ihres Abendessens angelangt und der Service kredenzte uns für die Wartezeit einen Sekt aufs Haus. Rotkäppchen vielleicht, jedenfalls war er mir zu sec, vielleicht sogar zu demi sec......aber Frau mochte ihn. Ist ja das wichtigste!
Wir konnten nach 15 Minuten an unseren Tisch und wurden mit den Karten versorgt. Es gibt ein tagesaktuelles Menü, Märchenmenü genannt, und eine nicht zu umfangreiche Karte. Mit dem Gebotenen kann auch der anspruchsvollere Genießer glücklich werden. Die Karten können auf der HP eingesehen werden. Auch die Gestaltung der Karte steht ganz unter dem Motto Märchen.
Wir wählten beide die Vorspeise aus dem Menü vom 16.09.2015, geräuchertes Forellenfilet aus der Klosterfischerei Himmerod, serviert mit Apfel-Meerrettich-Sahne, Toast und hausgemachter Kräuterbutter. Die Forellenfilets kamen sehr mild auf den Teller. Mir, als selbst-räucherndem Hobbyangler, etwas zu mild gesalzen, ergo ich hätte sie länger in der Lauge gelassen. Aber sie waren gut gegart, mit gutem Raucharoma und topfrisch. Die begleitende Meerrettichsahne war nicht zu scharf, gut ergänzt durch die Säure der Äpfel. Eine schöne Vorspeise, so durfte es weiter gehen.
Zur Hauptspeise erwählte meine Frau:
Das verhexte Kalb
laut Karte: Kalbsbäckchen | Erbsen-Topinamburpüree | Brotdreiecke. Die besonders geschmacksintensiven und durchwachsenen Kalbsbäckchen werden über fünf Stunden bei niedriger Temperatur gegart. Als Grundlage für das Brotdreieck, dient bei uns ein Semmelknödelteig.
Ich habe nicht probiert, aber das Gesicht meiner Frau verriet absolute Zufriedenheit über das Gericht.
Ich bestellte mir:
Das Königsmahl
laut Karte: Rumpsteak vom Freesischen Rind 250 g | hausgemachte Rosmarin Pommes; Kräuterbutter | Blattsalat; „Freesisch Rind“ am Knochen auf den Punkt gereift. Der Reifeprozess erfolgt in geschlossenen Räumen bei optimaler Temperatur. So entsteht Premium-Qualität für hohe gastronomische Anforderungen.
Beim lesen hatte sich die Lust auf tierisches Eiweiß gemeldet und obwohl ich den Abend vorher schon ein Roastbeef verspeist hatte, wollte ich doch schauen, wie gut das Fleisch, wenn es schon aus der norddeutschen Heimat kommt, gereift war. Das Rumpsteak bestellte ich medium rare. Der georderte Zustand des servierten Steaks war allerfeinst genau getroffen. Zart gereift, auf den Punkt gegart, war es ein Genuss. Einzig die Jus, die in einem Spiegel um das Steak lag, war nicht so schön. Ein so gutes Stück Fleisch kriegt nur Salz und Pfeffer verabreicht, mehr braucht es nicht. Die Jus war gut, hätte es aber für mich nicht gebraucht. Gute Kräuterbutter, frische Pommes und ein guter Salat machten das Essen rund und ohne Tadel!
Und weil wir noch Hunger hatten bestellten wir uns als Dessert eine Käseauswahl:
Der Frieder und das Katherlieschen
Camembert de Normandie - Weißschimmelkäse aus der Normandie, hergestellt aus Rohmilch.
Morbier- Halbfester Schnittkäse mit der markanten Kräutertasche in der Mitte. Hergestellt wird er in der Region Franche-Comté aus Rohmilch.
Fourme d´Ambert - Edelschimmelkäse aus der Auvergne, hergestellt aus der Milch des Salers-Rinds.
Langres - Weichkäse mit Rotkultur aus der Region Campagne-Ardenne
Expoisses - Deftiger Käse mit gewaschener Rinde, hergestellt aus Kuhmilch.
Chabichou du Poitou - Weichkäse aus der Region Haut-Poitou, hergestellt in der charakteristischen Form eines konischen Stumpfes.
Reblochon AOP - Halbfester Schnittkäse aus der Region Savoyen.
Eifelfrischer „Natur“ Ziegenkäse vom Vulkanhof bei Gillenfeld.
Gouda mittelalt vom Demeter Hof, Breit bei Wittlich.
Quince cheese - Aus Zucker und Honig eingekochter Quittenmus.
Vine Nut - Ihren köstlichen herb-aromatischen, einmaligen Geschmack erlangen die grün geernteten Nüsse durch eine mehrtägige, aufwendige Verarbeitungsprozedur. Anschließend reifen sie mehrere Monate bis Jahre in einem gewürzten Weinlikörsirup.
Ich verweise auf das Foto der Käseplatte (ich hoffe, das Hotel bezieht Speisen nicht in das Veröffentlichungsverbot ein), die Platte war komplett ein Genuss. Ganz besonders die Vine Nut, das waren unreife Walnüsse! So noch nie gegessen, ein ganz neues Geschmackserlebnis.
Zwischenfazit Essen: uneingeschränkte Empfehlung meinerseits!
Die Weinkarte ist ebenso gut sortiert wie die Speisenkarte. Es wird ein Pad gereicht und eine App hilft einem die angebotenen Weine zu selektieren. Wir entschieden uns für eine angebotene lokale trockene Rieslingspätlese von 2011, leider weiß ich den Winzer nicht mehr, für 29 EUR. Der Service musste uns leider mitteilen, dass dieser Wein nicht mehr verfügbar war. Und präsentierte eine etwas jüngere Alternative mit den Worten, so bekommen sie was ganz lokales, einen "Doctor". Die Lage Doctor ist eine GG Lage quasi direkt hinter dem Haus und die Weingüter Wegeler erzeugen daraus einen trockenen Riesling. Diese Alternative wurde gerne gewählt, und ebenso für 29 EUR abgerechnet! Danke dafür an den Chef. Ein sehr feiner Wein!
Zum Käse und zum Ausklang des Essens noch eine Flasche Barrique Spätburgunder vom Weingut FJ Regnery Jahrgang 2013 aus der Lage Klüsserather Brüderschaft! Noch ein ganz feiner Tropfen, ein sehr leckerer Spätburgunder.
Zwischenfazit Wein: ein sehr glückliche Hand bei der Auswahl, die uns seelig-freudig stimmte.
Der Service ist vom Fach und agierte über den Abend ohne Fehl und Tadel. Nachschenken, abrufen weiterer Gänge, fundiertes Wissen über Speisen und Getränke, alles in Ordnung. So macht es wirklich Spaß sich bedienen zu lassen.
Mit einem Espresso beendeten wir eines der besten Abendessen dieser Moselsteigwanderung. Absolute Empfehlung für Hotel und Restaurant. Wir kehren bei Gelegenheit sehr gerne wieder ein.
PS auch am Abend des Himmelfahrtstages 2018 (10.Mai) hat uns das Restaurant sehr gut bekocht. Weiterhin absolute Empfehlung.