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Es ist Mittwochmorgen im "Keng" und die Betreiberin Thiphawan Kaew-Ounruan hat ein bisschen Zeit."Zum Frühstücken kommen noch nicht dsehr viele Gäste, seit wir Anfang November 2022 aufgemacht haben", erzählt die 34-jährige.Typisch thailändisch, so soll die Küche im "Keng" sein. Dass sie ihre Gerichte für spitze hält, schlägt sich schliesslich bereits im Namen des kleinen Restaurants nieder: Keng heisst auf thailändisch so viel wie "super" oder "richtig gut". Frau Kaew-Ounruan lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in Deutschland, ist in Quierschied zur Schule gegangen und hat dann mit 16 eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau gemacht. Und zwar in einem sehr bekannten Thai-Restaurant in Saarbrücken, dem "Siam" in der Mainzer Strasse. "Dort habe ich 16 Jahre lang gearbeitet", erzählt die junge Frau.Schon länger hatte sie sich mit dem Gedanken getragen, ein eigenes Restaurant aufzumachen. Im Herbst 2022 war es schliesslich mit Hilfe von Familie und ihrem Partner, der gelernter Koch ist, gelungen. Selbstbestimmte Arbeitszeiten seien auch familienfreundliche, findet die Mutter eines kleinen Sohnes. "Es st für mich trotzdem eine grosse Herausforderung", lacht sie. Aber der Erfolg stimmt sie optimistisch. Nun will sie das thailändische Frühstück, ein kulinarisches Alleinstellungsmerkmal in Saarbrücken, bekannter machen. Und weiß dabei, wie skeptisch ihre Gäste zuweilen sind. Wer unbedingt möchte, kann hier natürlich zum Frühstück auch belegte Brötchen und ein klassisches gekochtes Ei bekommen. Interessanter jedoch ist das, was Thailänder morgens traditionell speisen: An der Suppe kommt man nämlich nicht vorbei.
Das Bangkok-Frühstück für zwölf Euro beispielsweise startet mit ener Reissuppe mit gehacktem Hähnchen und geröstetem Knoblauch. Dazu gibt es Thai Pla Tang Go - frittierete, leicht süßlich schmeckende Krapfen. Die isst man mit Kondensmilch und dem grünen, aromatischen Pandan Dip aus der Pandanus-Wasserpflanze. Gewöhnungsbedürftig ? Klar. Aber lecker.
In der Küche hat ihr Partner, der gelernte Koch, das Sagen. Zwei weitere Köche unterstützen ihn, zudem gibt es noch eine Servicekraft. Gearbeitet wird auschliesslich mit frischen Produkten; TK-Ware oder auch Convenience Products wird man in der "Keng"-Küche nicht finden. Das Fleisch kommt von einem großen saarländischen Metzger, frisches Gemüse, auch Spezialitäten wie thailändischer Grünkohl, wird auf dem hiesigen asiatischen Großmarkt bestellt. Den Geschmacksverstärker Glutamat, der in der thailändischen Küche oft und gerne verwendet wird, ächtet man in der Küche des "Keng". Auf gute Fischsauce, wie sie an fast alle Thai-Gerichte gehört, legt "Mod", so der Spitzname von Thiphawan Kaew-Ounruan, sehr großen Wert. Viele Gerichte sind auch vegan erhältlich. "Wir verwenden dann Soja-Sauce statt Fischsauce", so die Chefin.
(auszugsweise SZ vom 05.01.23)