Der Duisburger Landschaftspark Nord erstreckt sich über 180 Hektar mit alten stillgelegten Industrieanlagen, die sich um ein ehemaliges Hüttenwerk herum gruppieren. Der Strukturwandel des Ruhrgebiets beeindruckt immer wieder – auch hier in Duisburg, wo sich Freizeiteinrichtungen, Kulturevents und Gastronomie dort einrichten, wo früher gehörig malocht wurde.
Im Gebäude des Hauptschalthauses befinden sich nun ein Besucherzentrum mit Souvenirshop, gut gepflegte Toiletten, die Parkverwaltung sowie das gleichnamige Lokal. Wir waren unter der Woche an einem relativ sonnigen Tag mit mehreren Personen zu Gast, nachdem wir ausdauernd durch die weiten Aussenanlagen spaziert waren und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Da wir seit dem Frühstück nichts mehr im Magen hatten, stellte sich am frühen Nachmittag hartnäckiger Hunger ein. Es wurde kurz diskutiert, ob ein kleiner Snack am Büdchen, vor dem man auf Bierbänken sitzen konnte, ausreicht – oder uns doch ein etwas umfangreicheres Angebot nicht gut täte. Das Restaurant im Hauptschalthaus siegte, zumal das Speienangebot viele lokale und internationale Gerichte aufwies, auch Kaffee mit diverser Kuchenauswahl und vor allem das wunderbare Duckstein Bier, das man nicht überall bekommt.
Wir nahmen im Aussenbereich Platz, wo bereits fast alle Tische belegt waren. Das Publikum war kunterbunt gemischt: Gassigeher mit ihren Hunden, Familien, Touristenpaare, Singles und Solisten, Radfahrer, Studenten, einige Freundesgruppen und eine größere Filmcrew (ja, auch hier wurde offenbar gerade ein Film gedreht – aber man muss auch kein Location Scout sein, um den Reiz dieses beeindruckenden Ortes zu erkennen). Leider passierte auch im Hauptschalthaus das Unausweichliche: die Servicemädels ignorierten uns beharrlich und liefen geschäftig an uns vorüber. Beherztes Zuwinken half leider auch nicht. Als wir schliesslich eine Bedienung erfolgreich ausbremsten, gab sie zu verstehen, dass sie eine Kollegin schicken würde. Das dauerte wieder geraume Zeit, obwohl mehrere Servicekräfte im Dienst waren und wir an einer gut sichtbaren Stelle saßen… Als ich später übrigens um Pfeffer und Salz bat und ewig darauf warten musste, ging ich entnervt selbst ins Lokal. Dort standen drei Servicedamen im trauten Tratsch beisammen und liessen sich kaum stören. Leider hat sich der Eindruck ergeben, dass man hier als Gast zuweilen stört…
Weil ich etwas Leichtes wollte, bestellte ich den großen Salat für 7,70 Euro. Der Teller war gut gefüllt mir Blattsalaten, Radieschen, Tomate und Paprika in allen Farbstellungen. Geschmack war schlichtweg keiner vorhanden, das allzu sparsam verteilte Dressing ging einfach unter und das Grünzeug war kein bisschen gewürzt. Schade, denn andernorts haben mich die Salate oft durch überraschende Aromen und kreative Dressings überzeugt. Mit etwas (selbst organisiertem) Pfeffer und Salz war alles runterzukriegen – von Genuss konnte jedoch keine Rede sein. Der Flammkuchen (9,80 Euro) mit Tomate und Rucola war frisch belegt und stammte gottseidank nicht aus der Tiefkühltruhe. Etwas nachpfeffern musste man auch hier, der Rand war teilweise zu stark gebacken und dunkelbraun geworden, aber ansonsten konnte man nicht meckern. Wunderbar würzig dagegen die hiesige Interpretation von Himmel un Ääd (Kartoffelpüree mit Apfelmus). Die üppige Portion machte richtig satt. Am Nebentisch bestellte die ganze Crew Burger mit Fritten – die wurden formschön auf länglichen Tellern serviert und schmeckten offenbar so gut, dass keinerlei Reste blieben. Wir wählten zum Abschluss noch Kaffee (großer Becher für 3,00 Euro) und Cappuccino (3,50 Euro). Beides Mal überzeugten das vollmundige Aroma, die feine Crema und die beeindruckende Portionsgröße. Einen dunklen Keks gab es auch dazu. Vielleicht sollte man am ehesten zu Kaffee und Kuchen hierher kommen? Die aktuelle Kuchenkarte wies auf jeden Fall Zwetschge, Erdbeer-Rhabarber, Apfel-Mandel und Käse-Mandarine auf, wobei mir jedoch 3,80 Euro pro Stück auch nicht ganz billig erschien. Was ich am Nebentisch erspähen konnte, sah jedoch recht frisch und sehr adrett aus.
Der Innenraum ist dunkel gehalten und rustikal möbliert, mit einigen netten Eyecatchern. Der Raum wird von einer großzügigen, ausladenden, langen Theke dominiert. In wenigen Schritten erreicht man die Toiletten und den Souvenirshop. Achja, kostenlose Parkmöglichkeiten bestehen in ausreichendem Umfang über der Strasse. Da kein offizieller Fussgängerüberweg besteht, sollte man allerdings achtsam sein. Ein Besuch am Abend während des Wochenendes lohnt besonders, weil man dann die grandiose Illumination des Geländes bestaunen kann.
Der Duisburger Landschaftspark Nord erstreckt sich über 180 Hektar mit alten stillgelegten Industrieanlagen, die sich um ein ehemaliges Hüttenwerk herum gruppieren. Der Strukturwandel des Ruhrgebiets beeindruckt immer wieder – auch hier in Duisburg, wo sich Freizeiteinrichtungen, Kulturevents und Gastronomie dort einrichten, wo früher gehörig malocht wurde.
Im Gebäude des Hauptschalthauses befinden sich nun ein Besucherzentrum mit Souvenirshop, gut gepflegte Toiletten, die Parkverwaltung sowie das gleichnamige Lokal. Wir waren unter der Woche an einem relativ sonnigen Tag mit mehreren Personen zu Gast,... mehr lesen
3.5 stars -
"Zwischen Hochofen und Kraftzentrale" MinitarDer Duisburger Landschaftspark Nord erstreckt sich über 180 Hektar mit alten stillgelegten Industrieanlagen, die sich um ein ehemaliges Hüttenwerk herum gruppieren. Der Strukturwandel des Ruhrgebiets beeindruckt immer wieder – auch hier in Duisburg, wo sich Freizeiteinrichtungen, Kulturevents und Gastronomie dort einrichten, wo früher gehörig malocht wurde.
Im Gebäude des Hauptschalthauses befinden sich nun ein Besucherzentrum mit Souvenirshop, gut gepflegte Toiletten, die Parkverwaltung sowie das gleichnamige Lokal. Wir waren unter der Woche an einem relativ sonnigen Tag mit mehreren Personen zu Gast,
Eigentlich mitten im Industriegebiet ist die alte Villa. Unscheinbar.
Ich war zu einem runden Geburtstag eingeladen und ein gutes, deutsches, Buffet kennenlernen.
Vorspeisen waren u. a. Schinkenröllchen mit grünem und weißem Spargel, kleine Schnitzelchen, Minifrikadellen, roher Schinken mit Melone, Lachs. Alles sehr anspruchsvoll angerichtet und qualitativ gut. Nur habe ich mich gefragt, warum Schnitzel und Frikadellen, auch wenn sie klein waren, als Vorspeisen angeboten wurden. Brot und Baguette, Salat mit verschiedenen Dressings standen auch zur Verfügung.
Die Hauptspeisen wurden in den typischen silbernen Großbehältern präsentiert. Putengeschnetzeltes oder Rinderbraten, mit Spätzle oder Kartoffelgratin und knackigem Gemüse. Ebenfalls frische Waren und der Rinderbraten sehr zart. Geschmacklich alles gut. Gute deutsche Standardküche...
Eingedeckt waren die Tische sehr festlich, allerdings für mich ein "no go" die Papierservietten, das passte nicht.
Zwei Servicekräfte für ca. 40 Gäste war etwas wenig, hier gibt es Verbesserungspotential.
Eigentlich mitten im Industriegebiet ist die alte Villa. Unscheinbar.
Ich war zu einem runden Geburtstag eingeladen und ein gutes, deutsches, Buffet kennenlernen.
Vorspeisen waren u. a. Schinkenröllchen mit grünem und weißem Spargel, kleine Schnitzelchen, Minifrikadellen, roher Schinken mit Melone, Lachs. Alles sehr anspruchsvoll angerichtet und qualitativ gut. Nur habe ich mich gefragt, warum Schnitzel und Frikadellen, auch wenn sie klein waren, als Vorspeisen angeboten wurden. Brot und Baguette, Salat mit verschiedenen Dressings standen auch zur Verfügung.
Die Hauptspeisen wurden in den typischen silbernen... mehr lesen
3.5 stars -
"Mittagstisch und Event-Gastronomie in dem ehemaligen Krupp-Casino" Ehemalige UserEigentlich mitten im Industriegebiet ist die alte Villa. Unscheinbar.
Ich war zu einem runden Geburtstag eingeladen und ein gutes, deutsches, Buffet kennenlernen.
Vorspeisen waren u. a. Schinkenröllchen mit grünem und weißem Spargel, kleine Schnitzelchen, Minifrikadellen, roher Schinken mit Melone, Lachs. Alles sehr anspruchsvoll angerichtet und qualitativ gut. Nur habe ich mich gefragt, warum Schnitzel und Frikadellen, auch wenn sie klein waren, als Vorspeisen angeboten wurden. Brot und Baguette, Salat mit verschiedenen Dressings standen auch zur Verfügung.
Die Hauptspeisen wurden in den typischen silbernen
Auf das Restaurant sind wir gekommenweil ein Bekannter wissen wollte,wie das Restaurant ist und da er nur positive Resonanz hatte,wollten wir es natürlich mal ausprobieren. Also haben wir einen Tisch reserviert.
Das Restaurant ist in Friemersheim,ein Ortsteil von Duisburg.Direkt gegenüber ist der Marktplatz,so dass man keine Parkprobleme hat. Das Restaurant ist sehr schick. Es hängen Kronleuchter an den Decken. Was muss das für eine Arbeit sein,die immer blitzblank zu halten und jedes Steinchen zu putzen. Sieht aber edel aus. Dazu sind an den Wänden 3 D Tabeten und dahinter indirektes Licht.. Wir sind von der Ausstattung sehr begeistert. Die Stühle sind sehr bequem. Ich habe mal ein Foto gemacht,da ich es mit Worten gar nicht wiedergeben kann. Nur die Kronleuchter habe ich leider nicht mit drauf.
Das Personal ist auch sehr zuvorkommend. Sobald das Glas leer war wurde gefragt,ob man noch was möchte und es kam auch ziemlich zügig. Es wurde gefragt,ob alles zur Zufriedenheit ist.Es war immer Jemand zur Stelle,ohne aufdringlich zu sein. Gefiel uns ausgesprochen gut.
Nun zum Essen.
Als Gruß aus der Küche gab es etwas Graubrot,Baguette und dazu Heringsalat,Knoblauchquark und Butter.
Alleine das war schon sehr gut. Vor allem der Heringsalat hatte es uns angetan. Mt ganz kleinen Gurken-und Zwiebelschnitzen drin. Da die Butter sehr gelb war,nehmen wir an,dass sie mit Safran angereichert war. Geschmacklich war es eben Butter..
Als Vorspeise wählten wir Beide den gebackenen Schafskäse mit Zwiebelringen,gebackene Paprikaschoten,Oliven und Baguette zu je 7,50 Euro. Wir waren uns einig. Die volle Punktzahl. Es war schön angerichtet und schmeckte hervorragend. Es waren schwarze,entsteinte Oliven. Die mögen wir eh lieber,als die grünen. Paprika war rot und grün.
Zur Hauptspeise wählte mein Männe das Champignonschnitzel zu 11,90 Euro. Statt der Pommes,nahm er aber Bratkartoffeln dazu. Die gab es ohne Aufpreis. Sie waren hervorragend gewürzt und sehr gut gebraten. Auch nicht so fettig,wie es ja manchmal ist. Er hat mich probieren lassen,weil er so begeistert war. Mein Männe liebt Bratkartoffeln.
Das Schnitzel war auch perfekt und sehr groß. Es war paniert und darauf war gedünstetes Champignons-Zwiebelgemüse,welches noch mit Sauce Hollandaise beträufelt war.Wirklich beträufelt und nicht ertränkt. Dazu gab es einen kleinen gemischten Beilagensalat. Er hat sogar den Salat ganz aufgegessen,was er nicht immer macht. Die Hauptspeise hat ihm auch sehr gut geschmeckt.
Ich entschied mich bei der Hauptspeise für den Fischteller zu 19,90 Euro.Auch dieses Gericht konnte sich sehen lassen. Es bestand aus Lachs-,Zander-,Rotbarschfilet, Calamariringe, und 2Riesengarnelen. Dazu gab es dalmatinische Spinatkartoffeln.
Die Filets waren perfekt gebraten und noch mit frischem Knoblauch gespickt. Ich liebe Knoblauch. Die Calamariringe waren auch sehr gut. Kein bißchen gummig. Na und wie soll es anders sein,die Garnelen waren auch auf den Punkt.
Die dalmatinischen Spinatkartoffeln,waren allerdings einfach Kartoffeln mit Spinat durcheinander. Keine Ahnung was daran jetzt dalmatinisch war. Es hat mir aber alles sehr,sehr gut geschmeckt.
Da wir Biertrinker sind,selten trinken wir mal Wein im Restaurant,tranken wir erst Köpi vom Fass zu 2,20 Euro 0,25 l
bis wir dann sahen,dass es auch Köstritzer Kellerbier vom Fass gab. Da sind wir dann darauf umgestiegen. Kostete das Gleiche wie das Köpi.
Desserts findet man auf der Karte allerdings nicht. Wenn man aber wie wir,Vor-und Hauptspeise gegessen hat,ist man so satt,dass sich ein Dessert erübrigt.
Zum Abschluss nahmen wir noch Jeder einen Espresso zu 1,90 Euro.
Fazit : Dieses Restaurant empfehlen wir gerne weiter. Ambiente klasse,Personal super, Essen einmalig.
Mein Männe hatte eigentlich gar keine Lust essen zu gehen,aber noch während wir im Restaurant bei der Vorspeise waren meinte er, dass es doch eine gute Idee von mir war. Also haben die Betreiber für uns alles richtig gemacht.
Das gibt die volle Punktzahl.
Auf das Restaurant sind wir gekommenweil ein Bekannter wissen wollte,wie das Restaurant ist und da er nur positive Resonanz hatte,wollten wir es natürlich mal ausprobieren. Also haben wir einen Tisch reserviert.
Das Restaurant ist in Friemersheim,ein Ortsteil von Duisburg.Direkt gegenüber ist der Marktplatz,so dass man keine Parkprobleme hat. Das Restaurant ist sehr schick. Es hängen Kronleuchter an den Decken. Was muss das für eine Arbeit sein,die immer blitzblank zu halten und jedes Steinchen zu putzen. Sieht aber edel aus. Dazu... mehr lesen
5.0 stars -
"Einfach super !" BomaniAuf das Restaurant sind wir gekommenweil ein Bekannter wissen wollte,wie das Restaurant ist und da er nur positive Resonanz hatte,wollten wir es natürlich mal ausprobieren. Also haben wir einen Tisch reserviert.
Das Restaurant ist in Friemersheim,ein Ortsteil von Duisburg.Direkt gegenüber ist der Marktplatz,so dass man keine Parkprobleme hat. Das Restaurant ist sehr schick. Es hängen Kronleuchter an den Decken. Was muss das für eine Arbeit sein,die immer blitzblank zu halten und jedes Steinchen zu putzen. Sieht aber edel aus. Dazu
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Im Gebäude des Hauptschalthauses befinden sich nun ein Besucherzentrum mit Souvenirshop, gut gepflegte Toiletten, die Parkverwaltung sowie das gleichnamige Lokal. Wir waren unter der Woche an einem relativ sonnigen Tag mit mehreren Personen zu Gast, nachdem wir ausdauernd durch die weiten Aussenanlagen spaziert waren und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Da wir seit dem Frühstück nichts mehr im Magen hatten, stellte sich am frühen Nachmittag hartnäckiger Hunger ein. Es wurde kurz diskutiert, ob ein kleiner Snack am Büdchen, vor dem man auf Bierbänken sitzen konnte, ausreicht – oder uns doch ein etwas umfangreicheres Angebot nicht gut täte. Das Restaurant im Hauptschalthaus siegte, zumal das Speienangebot viele lokale und internationale Gerichte aufwies, auch Kaffee mit diverser Kuchenauswahl und vor allem das wunderbare Duckstein Bier, das man nicht überall bekommt.
Wir nahmen im Aussenbereich Platz, wo bereits fast alle Tische belegt waren. Das Publikum war kunterbunt gemischt: Gassigeher mit ihren Hunden, Familien, Touristenpaare, Singles und Solisten, Radfahrer, Studenten, einige Freundesgruppen und eine größere Filmcrew (ja, auch hier wurde offenbar gerade ein Film gedreht – aber man muss auch kein Location Scout sein, um den Reiz dieses beeindruckenden Ortes zu erkennen). Leider passierte auch im Hauptschalthaus das Unausweichliche: die Servicemädels ignorierten uns beharrlich und liefen geschäftig an uns vorüber. Beherztes Zuwinken half leider auch nicht. Als wir schliesslich eine Bedienung erfolgreich ausbremsten, gab sie zu verstehen, dass sie eine Kollegin schicken würde. Das dauerte wieder geraume Zeit, obwohl mehrere Servicekräfte im Dienst waren und wir an einer gut sichtbaren Stelle saßen… Als ich später übrigens um Pfeffer und Salz bat und ewig darauf warten musste, ging ich entnervt selbst ins Lokal. Dort standen drei Servicedamen im trauten Tratsch beisammen und liessen sich kaum stören. Leider hat sich der Eindruck ergeben, dass man hier als Gast zuweilen stört…
Weil ich etwas Leichtes wollte, bestellte ich den großen Salat für 7,70 Euro. Der Teller war gut gefüllt mir Blattsalaten, Radieschen, Tomate und Paprika in allen Farbstellungen. Geschmack war schlichtweg keiner vorhanden, das allzu sparsam verteilte Dressing ging einfach unter und das Grünzeug war kein bisschen gewürzt. Schade, denn andernorts haben mich die Salate oft durch überraschende Aromen und kreative Dressings überzeugt. Mit etwas (selbst organisiertem) Pfeffer und Salz war alles runterzukriegen – von Genuss konnte jedoch keine Rede sein. Der Flammkuchen (9,80 Euro) mit Tomate und Rucola war frisch belegt und stammte gottseidank nicht aus der Tiefkühltruhe. Etwas nachpfeffern musste man auch hier, der Rand war teilweise zu stark gebacken und dunkelbraun geworden, aber ansonsten konnte man nicht meckern. Wunderbar würzig dagegen die hiesige Interpretation von Himmel un Ääd (Kartoffelpüree mit Apfelmus). Die üppige Portion machte richtig satt. Am Nebentisch bestellte die ganze Crew Burger mit Fritten – die wurden formschön auf länglichen Tellern serviert und schmeckten offenbar so gut, dass keinerlei Reste blieben. Wir wählten zum Abschluss noch Kaffee (großer Becher für 3,00 Euro) und Cappuccino (3,50 Euro). Beides Mal überzeugten das vollmundige Aroma, die feine Crema und die beeindruckende Portionsgröße. Einen dunklen Keks gab es auch dazu. Vielleicht sollte man am ehesten zu Kaffee und Kuchen hierher kommen? Die aktuelle Kuchenkarte wies auf jeden Fall Zwetschge, Erdbeer-Rhabarber, Apfel-Mandel und Käse-Mandarine auf, wobei mir jedoch 3,80 Euro pro Stück auch nicht ganz billig erschien. Was ich am Nebentisch erspähen konnte, sah jedoch recht frisch und sehr adrett aus.
Der Innenraum ist dunkel gehalten und rustikal möbliert, mit einigen netten Eyecatchern. Der Raum wird von einer großzügigen, ausladenden, langen Theke dominiert. In wenigen Schritten erreicht man die Toiletten und den Souvenirshop. Achja, kostenlose Parkmöglichkeiten bestehen in ausreichendem Umfang über der Strasse. Da kein offizieller Fussgängerüberweg besteht, sollte man allerdings achtsam sein. Ein Besuch am Abend während des Wochenendes lohnt besonders, weil man dann die grandiose Illumination des Geländes bestaunen kann.