"Ausgezeichnetes Essen zu sehr akzeptablem PLV"
Geschrieben am 08.05.2017 2017-05-08

"Ab Ostern gibt's italienisches Eis der Marke Gelamor"
Geschrieben am 14.04.2017 2017-04-14 | Aktualisiert am 08.05.2017

"Meilkes Kochtöpfle in neuem Glanz"
Geschrieben am 04.04.2017 2017-04-04 | Aktualisiert am 04.04.2017

"Imbiss ohne Pepp"
Geschrieben am 16.03.2017 2017-03-16 | Aktualisiert am 16.03.2017

Martins-Gans
Als kleines Spezialgericht nur dieses Wochenende !! Unsere Martinsgans !!
[Auf extra Seite anzeigen]
"Eine hervorragende Alternative zu all den italienischen Restaurants"
Geschrieben am 06.11.2016 2016-11-06

"Der Tipp vom Februar ist angekommen"
Geschrieben am 31.10.2016 2016-10-31 | Aktualisiert am 31.10.2016

"Akzeptables Frühstück"
Geschrieben am 28.10.2016 2016-10-28 | Aktualisiert am 28.10.2016

Nach den kulinarischen Zumutungen des Maimarktes habe ich mich kurzfristig entschlossen das Maischollen-Angebot des Maître zu testen. Doch eins nach dem anderen.
Ambiente (4*)
Das Gourmetrestaurant ist sozusagen die gute Stube des Maître. Hier isst man à la carte, das Twingle-Menue und/oder genießt ausgesuchte Weine.
Die Deko macht was her und signalisiert gehobene Klasse gegenüber den rustikalen Weinstuben Dipfele und Krügle.
Service (4,5)
Empfangen wurde ich von einer netten jungen Bedienung, der Manuela. Korrekt im dunklen Hosenanzug gekleidet, ein adrettes, äußerst freundliches Persönchen. Sie kannte sich sowohl in der Speise- wie auch Weinkarte gut aus und konnte gute Empfehlungen abgeben. Zügig nahm Sie die Bestellung auf und servierte in sehr kurzem Abstand die Getränke, der Wein perfekt gekühlt. Kurze Zeit später in angemessenem Abstand die beiden Amuse Bouches. Dazu erläuterte sie gekonnt deren Bestandteile.
Der zweite Kellner des Restaurants, der Azubi Patric, ein sehr authentischer junger Mann und Hansdampf in allen Gassen. Mit dem hatte die Personalführung ein goldenes Händchen. Der reagiert schon auf ein Augenzwinkern, kommt sofort an den Tisch und erkundigt sich nach dem Begehr. Habe ich schon lange nicht mehr in dem Ausmaß erlebt.
Das Essen (4,5*)
überraschte mich sehr. Ich bestellte
· Rieslingsuppe mit Kalbsbries und Sauerampfer (4,50 €)
· Das Aktionsgericht Maischolle (14,80 €).
· Basilikum-Panna-Cotta mit Pfirsich-Himbeer-Kompott (6,80 €)
Vorab serviert wurde als Amuse-Bouche ein hausgemachter Kräuterfrischkäse im Löwenkopfterrinchen mit Baguette.
Diese perfekt gewürzte Käsekreation schmeckte vorzüglich und machte Appetit auf mehr.
War grad damit fertig, als Manuela bereits das 2. Amuse-Bouche servierte, ein Schälchen mit Lachsschinken auf grüner und orangener Melonenspalte und ein weiteres mit geräucherter Fjordforelle auf Sellerieraspel.
Mundete einfach köstlich.
Darauf folgte das Riesling-Cremesüppchen mit Kalbsbries und frischem Sauerampfer.
Zerging auf der Zunge. Leider ist Kalbsbries weitestgehend von den Speisekarten verschwunden und ich war glücklich es in so einer tollen Kombination hier zu finden. Auch die Suppe perfekt abgeschmeckt.
Nun war ich gespannt auf die Scholle. Serviert wurden 2 schöne Filets, perfekt gebraten, sehr saftig und mit feinst gewürfeltem mageren Speck und geschälten(!) Zitronenscheiben und Dill garniert.
Das gedünstete Mischgemüse schmeckte zwar gut dazu, war aber nicht vorteilhaft für die Präsentation (0,5 * Abzug).
Dazu gab’s fünf geschmälzte Kartöffelchen, von denen ich allerdings nur 2 schaffte.
Als schwäbisches Attribut noch ein „Flädle“ (dünner Pfannkuchen), den ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte.
Flädle und Kartoffeln wurden in einem separaten Schälchen bzw. Teller serviert und erst am Tisch aufgelegt.
Jetzt war mir nach einem Dessert. Die Wahl fiel auf Basilikum-Panna-Cotta mit Pfirsich-Himbeer-Kompott. Schon der Anblick ein Bild für Götter. Dieses Dessert passte hervorragend zum Fisch.
Das Essen war an diesem Tag genau nach meinem Geschmack und ich habe es sehr genossen.
Dazu getrunken habe ich ein Viertel
· Caprice de Colombelle Blanc, das Weinangebot des Monats (5,50€)
Das ist ein Cuvée aus Colombard, Sauvignon Blanc und Ugni Blanc (ital. Trebbiano) der Côtes de Gascogne. Ein sehr trockener, aber dennoch fruchtiger Wein, der gut zum Fisch passte.
Den Durst löscht ein kleines Selters (1,90 €).
Für alles zusammen habe ich 33,50 € berappt, ein absolut gutes PLV für diese Leistung.