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Das Lokal Hippocampus wurde mir schon vor einigen Monaten von einem Freund empfohlen, mit dem ich mich dann auch an einem wolkigen Augusttag unter der Woche zum Mittagessen traf. Beim Eintreffen gegen 12 Uhr waren wir noch die einzigen Gäste. Trotz Regenwarnung wollte ich dann doch nicht drinnen sitzen: das Lokal ist eigentlich nur ein Vorbau zur hiesigen Reithalle: einfach und zweckmäßig möbliert, schlichtestes Gaststättenmobliar, bis auf die rotkarierten Gardinen wenig Schmuck. Eine große Fensterfront geht auf das Innere der Reithalle – ein möglicherweise interessanter Ausblick für den, der darauf steht. Mir ist etwas Landschaft lieber, so dass ich einen Tisch im Aussenbereich gewählt habe, den man vielleicht Biergarten nennen könnte. So konnten wir wenigstens einige Flugzeuge und Fallschirmabwürfe beobachten.
Die Servicedame war ratzfatz zur Stelle, brachte zwei Karten und nahm auch schon die Getränkebestellung auf. Die Speisekarte klingt ambitioniert und sympathisch, ausserdem werden übers Jahr zahlreiche Aktionen ausgerufen: Spargelwochen, Schnitzelwochen, Pfannkuchenwochen, Neuer Wein und Zwiebelkuchen, Schlachtplatte, Wildwochen, Adventskaffee etc. pp. Alle Achtung: der Wirt lässt sich einiges einfallen und ich könnte mir vorstellen, dass das Hippocampus durchaus so etwas wie eine Stammkundschaft generiert hat. Allein durch die Reiter und Golfer.
Mein erster Gang zur Toilette war etwas mühsam, da er an der Küche vorbeiführte, deren Tür geöffnet war – davor war ein Ventilator geklemmt, der den Flur versperrte. Wahrscheinlich war es doch zu schwül in der Küche. Oder die Dunstabzugshaube schwächelte. Unsere Bestellung hatten wir zumindest noch nicht aufgegeben. Denn das Studium der Karte folgte erst noch: viele herzhafte, deftige Speisen, viel Schwäbisches, angenehm Regionales (z.B. lauwarmer Heckengäu-Linsensalat für 5,10 Euro oder lauwarmer Maultaschensalat), 3 verschiedene Salatteller, 4 vegetarische Angebote, diverse Wurstsalatvariationen und natürlich süße Schmankerl. Und Bauernhofeis, was auch immer sich dahinter verbirgt…
Wir wählten ein Schwarzwälder Cordon Bleu (panierter Schweinerücken, gefüllt mit Schwarzwälder Schinken und Käse, dazu Fritten und Beilagensalat) für 14,00 Euro. Wahlweise für 1 Euro Aufpreis gibt es Rotweinjus zusätzlich. Ober wozu? Um die Fritten zu ertränken? Die waren auf jeden Fall herrlich knusprig und angenehm schlank. Das Cordon Bleu hatte es in sich, schmeckte sehr herzhaft, war super paniert und sättigte enorm. Der vielseitige Beilagensalat bot alles, was das Herz begehrt: verschiedene Blattsalate, darunter sehr fein gestiftelte Möhre, schön schlonziger Kartoffelsalat, etwas Gurke und Tomate. Die Kässpätzle Allgäuer Art waren sicherlich gut gemeint, aber entpuppten sich als totaler Reinfall. An Käse wurde nicht gespart, dafür waren die Spätzle so flaumigweich und schwach auf der Brust, dass jeder zahnlose Senior ohne Gebiss auch noch glücklich geworden wäre. Zwar war der Preis (9,20 Euro, inklusive Beilagensalat, siehe oben) mehr als angemessen, doch allgemein ist mir Qualität doch lieber als allzu viel Quantität. Schade… Zur Verdauung stehen einige attraktive Spirituosen auf der Karte. Wir wählten den eher hochpreisigen Walnussschnaps (ob Brand oder Geist konnte man uns leider nicht sagen), der eine leicht süße Note hatte, aber ansonsten fein nach Mandel/Marzipan schmeckte. Achja, die Getränke: das Cola wurde im großen Glas und angenehm gekühlt serviert, bei der Weissweinbestellung stellte man uns vor die Wahl: Riesling oder Grauburgunder. Letzter hatte eine kräftige mineralische Note, ganz nach meinem Geschmack. Da ich eingeladen wurde, kann ich leider die Getränkepreise nicht benennen und auch keinen Beleg zur Verifikation nachweisen. Falls mal wieder Swingolfen angesagt ist, kehre ich gerne erneut hier ein, werde mir aber vermutlich eher ein Vesper oder einen Salatteller bestellen.